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15 - Aurora
15 - Aurora

Nur wenige kennen es - ich werde es euch vorstellen: Das Fehlermeldungs-Interface Tool. Lerne in diesem Tuesday Tipp warum jede Alteryx Analytic App eines oder mehrere Fehlermeldungs-Tools enthalten sollte.

 

Was für ein Tool bitte?

Das Fehlermeldungs-Tool bzw. Error-Message Tool ist Teil der Interface Tools.

grossal_0-1655151489663.png

 

 

Wofür brauche ich das Tool und warum?

In der Software-Entwicklung ist der Begriff "DAU" äußerst bekannt und steht für "Dümmster anzunehmender User". Dieser DAU stellt jegliche Art von Interfaces in Anwendungen auf die Probe: Wird deine Applikation auch bei schwachsinnigen Eingaben richtige Ergebnisse liefern? Ohne das Error-Tool wird das schwierig - ist aber nicht unmöglich. Selbstverständlich könnte man auch im Workflow mit diversen Methoden sicherstellen, dass eine fehlerhafte User-Eingabe zu keinerlei Problemen führt - allerdings wird dabei immer der Workflow ausgeführt. Egal in welchem Schritt der Fehler abgefangen wird, der Workflow fängt erstmal gutmütig an zu arbeiten. Verwendet man hingegen ein Interface Error Tool, so wird der Workflow ggf. gestoppt, schon bevor er ausgeführt wird. Je nach Workflow kann das Sekunden, Minuten oder gar Stunden einsparen.

 

Ein Beispiel

Da Alteryx kein Farbpicker Interface Tool hat, musste ich beim Bauen einen Makros einen RGB-Code als Parameter übergeben. Das sah in etwa so aus:

 

grossal_1-1655151928542.png

 

 

Man könnte nun natürlich gutmütig davon ausgehen, dass der User das schon richtig machen wird - aber was wenn nicht? Im Falle eines RGB-Codes würde das vermutlich einen Fehler auslösen, aber was wenn es bspw. eine zu große Zahl ist? Oder eine Mail-Adresse ohne @ Symbol? Nicht auszudenken wie Workflows ggf. "erfolgreich" mit diesen falschen Werten laufen würden, daher sollten wir sie prüfen.

 

In unserem Fall bieten sich hier mehrere Tests. Zum einen könnten wir erstmal grundsätzlich prüfen, ob das Schema von Zahl, Komma, Zahl, Komma, Zahl stimmt. Dies könnte zum Beispiel mit folgendem Regex erfolgen:

 

 

!REGEX_MATCH([#1],'\d+,\d+,\d+')

 

 

Wichtig ist es dabei, die Fehlermeldung wird ausgelöst wenn unsere Bedingung zutrifft, daher müssen wir sie verneinen. Unser erster Testfall ist schon mal gut um ein grundsätzliches Gefühl dafür zu bekommen, ob der User eine gültige Eingabe gemacht hat, aber es gibt natürlich trotzdem noch weitere Fehler. Im Moment würden wir ebenfalls folgendes erlauben"2000,2000,2000" - RGB-Werte gehen allerdings nur von 0-255.

 

Um diese prüfen zu können, müssen wir Schritt für Schritt alle Teilwerte prüfen. Um die Werte zu extrahieren können wir einen kleinen Regex-Trick nutzen:

 

 

REGEX_REPLACE([#1],'(\d+),(\d+),(\d+)','$1')

 

 

Was macht diese Funktion? Sie matched das vollständige Schema und würde dadurch eigentlich alles löschen. Jedoch geben wir mit $1 an, dass wir die erste unserer markierten Klammern als Ergebnis wollen. Danach müssen wir das ganze nur noch mit ToNumber() in eine Zahl konvertieren und schon können wir es mit 0 bzw. 255 vergleichen.

 

 

Die meisten Qualitätschecks sind simpel

Nur in den wenigsten Fällen muss man mehrere komplexe Bedingungen wie in diesem Beispiel miteinander kombinieren, häufig reichen bereits sehr simple Tests um die gröbsten Fehler abzufangen und die Qualität des Workflows bzw. der Analytic-App oder des Makros zu garantieren.

 

 

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Dieser Eintrag ist Teil der Tipps Tuesday-Serie, alle Einträge dieser Serie findest du in unserem Index aufgelistet.

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